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Jorge aus dem SOS Kinderdorf
Seit fast einem Jahr befindet sich der kleine Jorge aus Angola in stationärer Betreuung im Hufeland Klinikum.

Wenn das Wort „Quatschkopf“ durch die Flure des Hufeland Klinikums am Standort Mühlhausen hallt, dann wissen die Mitarbeiter sofort, da kann der kleine Jorge nicht weitsein.
Jorge kam im Mai 2016 aus Angola über ein SOS Kinderdorf in das Hufeland Klinikum. Eine Knochenentzündung machte den Aufenthalt in einem deutschen Krankenhaus für den kleinen Jungen lebensnotwendig. Die Operationen sowie die Genesung verlaufen problemlos und der mittlerweile sechs Jahre alte Jorge verzaubert das Pflegepersonal mit seinem Charme. Seine Deutschkenntnisse sind nahezu perfekt, mit einem kindlichen Wortschatz, der das Wort „Quatschkopf“ besonders oft beinhaltet. „Jorge liebt dieses Wort und hat auch schon fast jeden Mitarbeiter damit liebevoll betitelt“, erzählt Renata Krissak, die Kindererzieherin auf der Kinderstation im Hufeland Klinikum. Mit ihr lernt Jorge neben der deutschen Sprache auch vorschulrelevante Dinge, wie das deutsche Alphabet zu schreiben und kleine Rechenaufgaben. Das Lernen macht ihm sichtlich Spaß und stolz hängt er seine Übungsblätter im Zimmer aus. Doch am liebsten singt er. Jorge singt alle Lieder der aktuellen Charts mit und unterhält damit auch gern Herrn Axel Höhnl.
Dieser arbeitet ehrenamtlich als grüner Herr am Standort Bad Langensalza und besucht die Patienten für ein wohltuendes Gespräch. Hier lernte er auch den kleinen Jorge kennen, da dieser die ersten vier Wochen seines stationären Aufenthaltes im Klinikum in Bad Langensalza medizinisch versorgt wurde. Herr Höhnl ist neben Frau Krissak die zweite Bezugsperson für Jorge und sie frönen beide ihrer Leidenschaft des Singens. Er besucht den kleinen Patienten so oft er kann, fährt dafür extra nach Mühlhausen und wenn Frau Krissak Urlaub hat, dann besucht er Jorge täglich.
Jorge erzählt ganz stolz, dass er drei Milchzähne verloren hat, seit er in Mühlhausen ist, und dass er fleißig seine physiotherapeutischen Übungen macht, um bald wieder Fußball spielen zu können. Er denkt in letzter Zeit auch immer mal wieder an Zuhause. Jorge erzählt Renate Krissak von seinen Eltern und seinen Geschwistern und von seiner Vorliebe zur Feuerwehr. Die beiden haben einen guten Draht zueinander, das merkt man gleich, wenn man das Zimmer betritt.
Wenn Jorge bald zurück zu seiner Familie darf, dann wird der kleine Wirbelwind sicher allen fehlen auf der Station, aber die Freude über seine Genesung steht natürlich an erster Stelle.Nur eines, das mag der kleine Patient aus Angola gar nicht, und zwar Schokolade. Er kann gar nicht verstehen, wie das den anderen Kindern schmecken kann.

Szenenfotos_Frau_Krissak_und_Georgie_12