Neue Behandlungsverfahren
im Zentrum für
Frauenheilkunde

Standort Bad Langensalza

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Der erfahrene Gynäkologe Herr Chefarzt PD Dr. Oumar Camara widmet sich schon seit Jahren der Behandlung von Brustkrebserkrankungen. Aus der klinischen Diagnostik, den Therapieverläufen und aus zahlreichen Gesprächen mit seinen Patientinnen weiß er nur zu gut, welche hohen psychischen Belastungen und Nebenwirkungen unter Umständen mit der Erkrankung auf sie zukommen. Keine Patientin gleicht der anderen und ein intensives Einfühlungsvermögen des Arztes zur Ermittlung der in Frage kommenden Therapien ist der erste gemeinsame Schritt, die Krankheit zu besiegen. Dank moderner Diagnostikmethoden sind positive Tendenzen bei der Früherkennung von Brustkrebs und seiner Behandlung inzwischen keine Seltenheit mehr.

Verfahren auf Basis der Indocyaningrün-Fluoreszenznavigation

Jahrzehntelang galt als Standard, dass während der Brust-OP neben dem Tumor möglichst viele Lymphknoten mit entfernt wurden, welche die Krebszellen eventuell mit befallen hatten. Das ist heute nicht mehr nötig. In Abhängigkeit von Krankheitsstadium und Tumorklassifizierung haben umfangreiche Untersuchungen inzwischen gezeigt, dass es ausreicht, zunächst den Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) zu entfernen. Die Sentinel-Entfernung wird heute überwiegend bei Brustkrebs in den Stadien T1 und T2  angewandt.

Um herauszufinden, ob der Brustkrebs in die Armachsel gestreut hat, ist eine Markierung mit radioaktiven Markern nötig. Auch in geringer Dosis stellen diese radioaktiven Stoffe allerdings eine Belastung für den Körper dar, dessen Immunsystem durch die Erkrankung ohnehin geschwächt ist.

Ein neues Diagnoseverfahren auf der Basis der Indocyaningrün-Fluoreszenznavigation eröffnet nun neue Wege bei der transkutanen Navigation und Lymphgefäßvisualisierung. Es beruht auf der Anwendung von Indocyaningrün, einem fluoreszierenden Farbstoff, der intravenös verabreicht wird und letztendlich die Basis für die Visualisierung von Lymph-Erkrankungen, -verschlüssen etc. darstellt. Dabei wird den Patientinnen zwischen den Fingerknöcheln ein fluoreszierender Farbstoff gespritzt. Damit wird festgestellt, wie der Transport über die Lymphbahnen funktioniert. Nach wenigen Minuten erreicht der Farbstoff die Schulter, wodurch die Wächter-Lymphknoten sichtbar werden. Schlecht durchblutete Bereiche können dadurch während einer Operation erkannt werden.

Für Dr. Camara bietet dieses Verfahren neben der Kombination aus Lymphographie und Sentinel-Lymphknoten-Biopsie eine Alternative für jene Patientinnen, die auf den Einsatz von radioaktiven Substanzen verzichten möchten. 

Neue Methode für die Behandlung des Armlymphödems nach Brustkrebsoperationen

Dass die Brustkrebserkrankung nicht nach der operativen Entfernung von Tumoren und Lymphknoten oder einer strahlentherapeutischen Behandlung endet und im weiteren Verlauf  Nebenwirkungen und Beschwerden auftreten können, ist bekannt. Eine dieser ernstzunehmenden Komplikationen ist das Lymphödem. Es kann sich unmittelbar nach der Behandlungsmaßnahme entwickeln, aber auch erst Monate  nach der Krebstherapie auftreten. Unterschiedliche Indikatoren können die Auslöser sein. Die Entstehung eines Lymphödems hängt oft von der Anzahl der bei dem brustoperativen Eingriff entfernten Lymphknoten ab. Doch auch Entzündungen, Überlastungen und kleine Verletzungen nach der Operation können es verursachen.

Das Lymphsystem des Körpers gehört zum wichtigsten Teil des menschlichen Immunsystems. Ist es gestört, kann die Gewebeflüssigkeit nicht mehr abfließen und  staut sich. Am häufigsten treten Lymphödeme an den Gliedmaßen - vermehrt am Arm, aber auch nach Operationen am Unterleib und an den Beinen - auf. Im fortgeschrittenen Stadium können sie neben der störenden Schwellung zu unerträglichen Schmerzen führen. Die Behandlungsmöglichkeiten beinhalten die komplexe physikalische Entstauungstherapie, den Einsatz von Medikamenten und nicht zuletzt die Operation. Die gängige, konventionelle Entstauungstherapie besteht aus Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung mit Kompressionsstrümpfen, krankengymnastische Entstauungsübungen und Hautpflege.

Chefarzt PD Dr. Oumar Camara hat sich auch hier auf die Suche nach neuen Therapieformen begeben. Eine vielversprechende Methode stellt die Absaugung des überschüssigen Fettgewebes der betroffenen Gliedmaßen dar. Sie ist bei einer Reihe der betroffenen Patientinnen anwendbar.

Die Methode hat den Vorteil, dass die Schwellung durch das Absaugen des Fettgewebes zurückgeht bzw. völlig abklingt und in Einzelfällen sogar eine leichte Überkorrektur zu beobachten ist. Hinzu kommt eine immense Entlastung der Patientinnen, denn die Notwendigkeit der zahlreichen Lymphdrainagen pro Woche reduziert sich auf ein erträgliches Maß. In Einzelfällen können die Beschwerden und Folgen des Lymphödems sogar ganz verschwinden. Der einzige Nachteil besteht darin, dass es weiterhin nötig ist, Kompressionsstrümpfe zu tragen, um das neu hergestellte Gleichgewicht aufrechterhalten zu können.

Dieses erfolgreiche Verfahren kommt auch am Klinikstandort Bad Langensalza unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Oumar Camara zur Anwendung.

Chefarzt

PD Dr. med. habil. Oumar Camara

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Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe; Subspezialsierung: gynäkologische Onkologie; fakultative Weiterbildung: spezielle operative Gynäkologie

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