Abteilung für Anästhesie


Standort Bad Langensalza

Die Weiterbildungsermächtigung für die Fachrichtung Anästhesiologie beträgt 60 Monate im Verbund mit Herrn Chefarzt Dr. med. Lutz Pfeiffer - einschließlich 12 Monate Intensivmedizin.

In der Intensivmedizin werden Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Zuständen behandelt (). Die medizinischen Bemühungen sind hier besonders konzentriert und werden Tag und Nacht ununterbrochen fortgeführt. Auf einer Intensivstation hält sich eine Pflegekraft ständig am Bett des Patienten oder unmittelbar in der Nähe auf. An jedem Behandlungsplatz ist eine Grundausstattung an Geräten vorhanden, um eine zuverlässige Überwachung und Therapie sicherzustellen.

Welche Körperfunktionen werden überwacht?

  • Herz und Kreislauf
  • Lunge und Atmung
  • Gehirn und Nervensystem
  • Leber und Stoffwechsel
  • Niere und Wasserhaushalt
  • Gerinnungsfunktion des Blutes
  • Infektabwehr/Immunreaktion
  • Temperaturregulation

Andere Geräte übernehmen ausgefallene lebensnotwendige Körperfunktionen. Hierdurch kann Zeit gewonnen werden, die z. B. für die Heilung eines schwer geschädigten Organs benötigt wird.
Die modernen Beatmungsgeräte können sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingestellt werden und ermöglichen es, ihn von der Atemarbeit ganz zu entlasten oder, wenn dies nicht (mehr) erforderlich ist, ihn auch nur zu unterstützen.

Die meisten schwerkranken Patienten müssen vorübergehend "künstlich" durch Infusionslösungen aus Nährstoffgemischen versorgt werden. Dies erfolgt über einen venösen Katheter direkt ins Blut. Mit Besserung der Magen-Darm-Funktion kann eine Sondenkost über Magenschlauch oder eine normale Ernährungsweise gegeben werden.

Bei Störung der Entgiftungsfunktion der Nieren kann auf der Intensivstation eine Blutwäsche (Dialyse = künstliche Nierenwäsche) vorgenommen werden.

Zum Abfließen von Urin, Magensaft und Wundsekreten werden oft Katheter und Drainagen eingelegt.

Zur Vorbeugung von Lagerungsschäden und zur Unterstützung der Heilung werden die Patienten in Spezialbetten gelagert, regelmäßig umgelagert und erhalten zweimal täglich eine Physiotherapie und Atemgymnastik.

Nach Operationen oder unfallbedingten Verletzungen ist mit Schmerzen zu rechnen. Eines unserer Behandlungsziele ist es, Schmerzen mit Medikamenten zu verhindern und zu bekämpfen. Bei vielen Intensivpatienten werden deshalb Schmerzmittel verwendet. Manchmal kann es nötig sein, den Schwerkranken in einen künstlichen Tiefschlaf zu versetzen.

Trotz aller Konzentration unserer Bemühungen auf den Körper steht für uns immer der Mensch im Mittelpunkt. Wir versuchen, auf ihn als Persönlichkeit einzugehen und möglichst viele seiner seelischen wie körperlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Hierzu gehört daher immer auch der Ausdruck von Anwesenheit, Nähe und Fürsorge und das unterstützende und ermutigende Gespräch.

Für Sachprobleme gibt es im Krankenhaus einen Sozialdienst.

Für religiös gebundene Patienten und Angehörige steht ein Seelsorger zur Verfügung.

Bei Problemen mit einer Patientenverfügung oder Entscheidungen zur Weiterführung einer Intensivtherapie am Lebensende ist eine Ethikberatung möglich.

Eigenblutspende

  • bei geplanten Operationen mit erwartungsgemäß größeren Blutverlusten
  • zusätzlich unterstützend Aufbereitung des intraoperativen Wundblutes (Cell-Saving)


Weitere fachliche Informationen finden Sie hier.
Bewerbungen richten Sie bitte an bewerbungen@hufeland.de.

 



Kooperationspartner

  • Intensivstation Mühlhausen
  • Dialysezentrum Mühlhausen
  • Notfallseelsorge Mühlhausen

Chefärztin

Dr. med. Renate Steuckart

Portrait CÄ Dr. Steuckart

Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivtherapie;
spezielle anästhesiologische Intensivmedizin;
suchtmedizinische Grundversorgung

Sekretariat

Ivonne Tippmann
Corinna Röhner

Telefon:
03603 855-673
03603 855-689

Fax:
03603 855-390

E-Mail:
medizin.lsz@hufeland.de

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